Download-Statistiken
Achtung, dieser Artikel ist in der Entstehung und verkündet keine ultimativen Wahrheiten!
Es gibt verschiedene Methoden, um die Downloadzahlen eines Podcast-Angebotes zu ermitteln und zu veröffentlichen. In der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass durch die verschiedenen Methoden sehr große Missverständnisse entstehen können. Gerade wenn sich traditionelle Medienmacher mit Podcasting beschäftigen, suchen sie nach Möglichkeiten, den Erfolg zu messen, den ein neues Podcast-Angebot hat.
Um die Zahlen besser miteinander vergleichen zu können, soll hier im Wiki eine Systematik diskutiert und erarbeitet werden, nach der sich eventuell eine Art Standard entwickeln kann, die dann von Software- und Hosting-Anbietern, sowie von den Podcasting-Produzenten eingesetzt werden kann, um Verwirrungen abzubauen.
Es steht jedem frei, in diesem Artikel mitzudisktieren und eigene Ideen und Erfahrungen einzubringen, so dass wir am Ende ein kleines, kompaktes Kompendium in der Hand haben, mit dem wir arbeiten können.
Inhaltsverzeichnis |
Diskussion
Bitte falls möglich mit Namen!
Grundsätzlich
Grundsätzlich eine sinnvolle Idee, allerdings sollte eine konkrete Anforderung an die Kennzahl geklärt werden. Wem soll sie was vermitteln? Soll sie "verkaufen", soll sie intern dem Produzenten einen "status Quo" seiner Reichweite abbilden oder soll sie als Ranking und somit qunatitatives Bewertungskriterium dienen. Hintergrund: egal, wie valide die Erhebungsmethode ist und wie korrekt somit der ermittelte Wert sein mag, wenn die Bedeutung dieses Wertes nicht breitenwirksam kommuniziert wird, dann produziren wir hier ein Muster ohne Wert! Siehe auch: kW und PS, seit über 20 Jahren ist die Angabe von Leistung bei Fahrzeugen offiziell "kW", nur jeder redet auch heute noch über PS. Daher ist es meines Erachtens wichtig von vorne herein zu klären, für wen welche Kennziffer relevanzhaben soll, denn parallel zur Ermittlung der besten Erhebungsmethode muß eine zielgruppen-orientierte Kommunikation dieses Wertes erfolgen, sonst sterben wir hier in Schönheit, valide eruiert, aber ohne Akzeptanz,...
Einleitung
Zurzeit stehen zwei "Währungen" zur Diskussion, die allgemein als sinnvoll erachtet werden:
- DpE-4 (Anzahl der kompletten Downloads einer Episode vier Wochen nach Veröffentlichung)
- DpM (Anzahl aller kompletten Downloads aller vorhandenen Epsioden in einem bestimmten Monat)
DpE-4 (Downloads pro Episode nach vier Wochen)
Es ist ein Unterschied, ob eine Medien-Datei (Audio oder Video) nur vom Server angefordert wird, oder ob sie auch komplett heruntergeladen wird. Das reine "Anfassen" von Dateien geschieht oftmals aus Versehen oder wird von Crawlern erledigt - die Statistiken verfälschen sich natürlich dadurch zusehends. Beachtet werden bei dieser Messung also nur die komplett heruntergeladenen Episoden, und zwar exakt vier Wochen nach der Veröffentlichung. Erfahrungswerte zeigen, dass nach dieser Zeit alle Abonnenten des Podcastes mindestens eine Aktualisierung angestoßen haben und die Zahl der Downloads sich auf einen "Endwert" stabilisiert.
Der DpE entspricht am ehesten der Netto-Reichweite, wie man sie aus der klassischen Mediaplanung kennt.
Ermittlung
Exakte Messung
Die DpE-4 werden ermittelt, indem man in den Serverlogs recherchiert, wieviel Traffic eine einzelne Datei in den vier Wochen seit seiner Veröffentlichung generiert hat. Diesen Wert (gemessen in Megabyte) teilt man nun durch die physische Dateigröße der einzelnen Episode und erhält die Anzahl der kompletten Downloads.
Also: DpE-4 = Traffic einer Datei / Dateigröße
Einfache Messung
Die Erfahrung einiger Podcaster zeigt, dass das Verhältnis von "angefassten" Dateien (= wenn nicht zwischen abgebrochenen und kompletten Downloads unterschieden wird) und kompletten Downloads meistens um die 70 bis 80 Prozent liegt. Diesen Wert gilt es noch zu verifizieren. Wenn das geschehen ist, könnte man die DpE-4 wesentlich einfacher ermitteln, indem man alle Zugriffe auf eine Epsidoe in 4 Wochen zählt und dann mit 0,75 multipliziert. Loudblog [1] und Podhost [2] beispielsweise liefern sehr bequem die Anzahl der begonnenen Downloads pro Episode, so dass man hier sofort loslegen könnte.
Also: DpE-4 = begonnene Downloads * 0,75
Bemerkungen
- Natürlich sind auch DpE-1, DpE-2, oder DpE-8 denkbar
- 4 Wochen erscheint aber allgemein als ein sinnvoller Wert, ab dem die Downloadzahlen deutlich stagnieren
DpM (Downloads pro Monat)
Während bei den DpE die Anzahl der Hörer ermittelt wird, geht es bei den Downloads pro Monat um die Anzahl der Hörvorgänge oder traditionell "Bruttokontakte" entspricht. Hierbei spielt es eine wichtige Rolle, wie häufig neue Episoden erscheinen, denn jeder Download auf ein beliebiges File einer Serie wird mitgezählt. Basis ist idealerweise ein Kalendermonat. Aktivere Podcasts, die beispielsweise täglich erscheinen, haben somit automatisch einen viel höheren DpM-Wert als wöchentliche Podcasts - wenn beide Angebote die identische Anzahl von regelmäßigen Hörern haben (= DpE).
Ermittlung
Exakte Messung
Wer auch hier nur die kompletten Downloads ermitteln möchte, lädt sich etwas Arbeit auf: Man muss letztlich die DpE’s aller Episoden ausrechnen, die in dem gewünschten Monat Traffic erzeugt haben und dann alle zusammen zählen. Nur so ergibt sich ein unverfälschtes Bild.
DpM = (Traffic von Datei 1 / Dateigröße von Datei 1) + (Traffic von Datei 2 / Dateigröße von Datei 2) + ( ... )
Ausnahme: Führt jemand einen Podcast, bei dem alle Epsioden immer gleich viel Megabyte haben, so kann man auch den Gesamttraffic hernehmen und durch diese einheitliche Megabyte-Anzahl teilen.
Einfache Messung
Wesentlich einfacher wäre es hier, ebenso das Verhältnis von 75 % als bereinigenden Faktor zu nehmen und einfach die Anzahl der angefangenen Downloads zu nehmen, davon 25 % abzuziehen, um einen geschätzten Richtwert zu erhalten.
Also: DpM = begonnene Downloads im gewünschten Monat * 0,75
Bemerkungen
- Ist noch leer!
Ungeeignete Methoden
"Klicks"
... sind nicht definiert und existieren eigentlich nur bei Laien und sog. "Entscheidern". Der "Klick" als Messparameter ist ungeeignet.
Hits, Pageviews, Visits, Visitors
... sind Techniken, die sich bei HTML-Websites eingebügert haben. Man kann sie bei Podcast-Angeboten erheben, wenn diese neben den Audiodateien auch noch ein umfrangreiches, begleitendes Blog anbieten, das das Angebot stark prägt.
Zugriffe auf den Feed
... sind zwar eine mögliche Maßeineit, jedoch sehr ungenau, wenn man es mit dem direkten Zählen der Downloads vergleicht. Entscheidend ist letztlich, wieviel Audio- oder Videodownloads erreicht werden - der Feed ist hierbei nur einer von zwei Mitteln zum Zweck. Außerdem wird der Feed ständig von diversen Podcast-Portalen aufgerufen und verfälscht dadurch die Statistik extrem.
Beispieldaten
praegnanz.de/podcast
- Durchschnittlicher DpE-4 der letzten Handvoll Folgen: 340 (einfache Messung)
- DpM für November 2006: 2433 (einfache Messung, bedenkt, ich habe ein großes Archiv!)