Mikrofon
Mikrofone
Mikrofone sind Schallwandler. Sie setzen Schalldruckimpulse in elektrische Impulse um, die dann von einem Mikrofonvorverstärker (z.B. im Mischpult ) verstärkt und damit auf den zur Weiterbearbeitung erforderlichen elektrischen Pegel gebracht werden. Mikrofone sind das erste Glied in der tontechnischen Übertragungskette und hierin einer der wesentlichsten qualitätsbestimmenden Faktoren von Tonaufnahmen.
Bei Mikrofonen unterscheidet man zwischen verschiedenen Arten. Die gebräuchlichsten sind das dynamische Mikrofon und das Kondensator-Mikrofon (auch Kondenser).
Dynamische Mikrofone:
Bei Tauchspulenmikrofonen setzt der auf das Mikrofon auftreffende Schall in der Sprechkaspel eine Membran in Bewegung, die eine Spule in einem Magnetfeld bewegt. Dabei ergibt sich durch Induktion direkt eine Signalspannung. Dieser Mikrofontyp weist eine niedrige Ausgangsspannung und eine geringe Impulstreue auf. Schließt man z.B. ein dynamisches Mikrofon an ein Mischpult an, so muss man die ankommenden Signale vorverstärken. Ein Vorteil dieses Typs ist, daß er sehr robust und langlebig sind.
Ein weiterer dynamischer Mikrofontyp ist das Bändchenmikrofon, bei dem ein extrem dünnes Aluminium-Bändchen in einem Magnetfeld das Signal überträgt, welches noch schwächer ist als das des Tauchspulen-Mirkos. Die Impulstreue ist exzellent, der Frequenzgang oft sehr linear, es hat einen warmen, leicht seidigen Klang und hat meist eine Achter-Charakteristik. Historisch ist es der Vorläufer des Kondensator-Mikrofons. Es reagiert sehr empfindlich auf akustische Störgeräusche und ist mitunter gegenüber mechanischer Belastung wenig robust.
Kondensator-Mikrofone: Der auf das Mikrofon auftreffende Schall bewegt eine Membran, die zusammen mit einer festen Elektrode einen Kondensator bildet. Kondensator-Mikrofone haben daher einen sehr hohen Ausgangspegel und eine hohe Impulstreue. Das auftreffende Signal wird durch die Elektrode gleich vorverstärkt, was durch eine Stromversorgung (Phantom-Speisung) per Batterie (9V) oder per externer Speisequelle (z.B. Mischpult, 48V) gewährleistet wird. Kondenser sind bekannt als Großmembraner (>1 Zoll, oft für Gesang im Studio) oder Kleinmembraner (bis zu wenige mm Durchmesser in zB. in Headsets). Letztere bedürfen einer stärkeren Vorverstärkung, da die Schalldruckdichte an der Kapsel entsprechend gering ist.
Praktische Hinweise für den Mikrofonkauf finden Sie unter produzieren.