Offener Brief an die Musikindustrie und Gema

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Dieser Text ist noch ein Entwurf!


An GEMA, GVL, Verband der Phonoindustrie.

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit einem Jahr gibt es in Deutschland einen weiteren möglichen Vertriebskanal für Musik: Podcasting. Podcasts werden überwiegend von Privatleuten gemacht, die Musik lieben und als eines ihrer größten Hobbys ansehen. Und die Musik in ihren Podcasts spielen wollen, um sie – wie auch Radios dies tun – zu besprechen, anderen zu empfehlen, und damit die Künstler und deren Werke bekannt zu machen.

Doch leider ist uns dies nicht möglich. Es gibt weder von der GEMA noch von der GVL trotz mehrerer Anfragen ein Preismodell, das für private Podcaster auch nur annähernd akzeptabel ist.

Es gibt zwei Preismodelle von der GEMA, die nah an denen der Podcasts liegen: Würde man Podcasts als Webradio betrachten, beträgt die monatliche Mindestgebühr bis zu 800 Euro (bei 1000 Hörern). Nehmen wir Audio-on-demand als Modell, beträgt der Preis 0,125 Euro pro abgerufenes Werk, also bei 1000 Hörern 125 Euro pro Werk.

Dagegen stehen auf der anderen Seite bei (meist Hobby-)Podcastern keine Einnahmen.

Wir, die Unterzeichner, haben kein Verständnis für das Vorgehen von GEMA, GVL und Phonoindustrie. Musik ist ein Kulturgut und sollte Menschen zugänglich sein. Nicht zwangsläufig gratis, aber zu fairen Bedingungen.

Die Musikindustrie hat in der Vergangenheit leider mehrfach ihre Unfähigkeit bewiesen, neue Techniken und Vertriebsformen so zu nutzen, dass sie den Bedürfnissen von Künstlern und Hörern gerecht werden.

Die Unterzeichner erklären deutlich, dass es ihnen um eine Lizenz geht, die fair und realistisch ist. Es gilt, Musik wieder den Hörern nahe zu bringen, und zwar auf allen Kanälen, auf denen sie erreicht werden können. Das sollte auch im Interesse der Musikindustrie sein.

Zurzeit sind wir gezwungen, aus juristischen Gründen mit allem Nachdruck zum Verzicht von GEMA- und GVL-lizensierter Musik aufzurufen.

Um es auf den Punkt zu bringen: Die Musikindustrie zwingt uns zum Boykott ihrer Musik!

Wir fordern die Musikindustrie auf, endlich Modelle vorzulegen, wie Musik in privaten Podcasts zu fairen und realistischen Preisen gespielt werden kann.

Parallel dazu wird der Verband deutsprachiger Podcaster national und international am Aufbau eines Netzwerks so genannter "Podsafemusik-Portale" mitarbeiten, um eine Alternative zur Musikindustrie zu schaffen. Dies geht dann letztlich zu Lasten der hierzulande von GEMA und GVL "vertretenen" Künstler.

Wir rufen darüber hinaus alle Künstler auf, die in Podcasts gespielt werden möchten, mit ihren Rechtevertretern Lösungen zu finden, dies zu ermöglichen.












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