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Inhaltsverzeichnis
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Welche Hardware brauche ich?
Um einen Podcast produzieren zu können, braucht man folgende Komponenten der tontechnischen Übertragungskette: Mikrofon, Mikrofonvorverstärker/Mischpult (Mikrofonverstärker ist in den gängigen PCs integriert und für eine Quick&Dirty-Aufnahme keinesfalls nötig), Kabel und ein Aufnahme-System (z.B. Computer mit Audio-Software oder einen MiniDisc-Recorder/MP3-Recorder). Zudem wird ein Computer benötigt, um die produzierten Audiodateien auf den für den Podcast vorgesehenen Podspace (Webspace für Podcasts) hochzuladen. Zum Anhören des aufgenommenen Materials und für den evtl. Schnitt und die klangliche Nachbearbeitung benötigt man noch einen Verstärker und Lautsprecher oder aber einen Kopfhörer. Manche Laptops haben gleich ein eingebautes Mikrofon, das für die Aufnahmen benutzt werden kann. Allerdings sind bei diesen wie auch bei einfachen Mikros zur Internettelefonie deutliche Abstriche bei der Soundqualität hinzunehmen. Das gilt auch für die eingebauten oder günstige PC-Lautsprecher und Kopfhörer, die eine objektive Beurteilung des Audiomaterials hinsichtlich der Klangqualität meist nicht zulassen. Hinweis: Möchte man ein hochwertiges Kondensatormikrofon benutzen, so ist fast immer ein Mikrofonvorverstärker/Mischpult mit 48-Volt-Phantomspeisung erforderlich. Zum professionelleren Aufnehmen mehrerer Spuren parallel kann man a) alle Quellen in ein Mischpult stecken und dann in einem Kanal zusammen mixen oder aber b) mit entsprechender Hard- und Software die Spuren gleichzeitig aber getrennt voneinander aufnehmen. Gutes Equipment hierzu ist z.B. die Externe 4-Kanalsoundkarte [Lexicon Omega][1] in Verbindung mit dem [Programm Cubase][2].
Beispiel-Setup
- Ein USB-Mikrofon kann direkt an den USB-Port des PC angeschlossen werden und braucht daher kein Mischpult.
- T-Bone Kondensator-Mikrofon für 29 Euro mit Windschutz - Bessere Qualität: z.B. Rode NT1A - Top-Qualität: z.B. Neumann U87
- Poppschutz (ein Mikrofonschutz aus Schaumstoff zur Beseitigung von Wind- und Nebengeräuschen)
- externe Audioquelle wie iPod, MP3-Player
- Behringer UB 802 Vier-Kanal-Mischpult, oder den "kleinen Bruder" UB502 oder Behringer 1204FXpro mit Effekten (Achtung! UB502 hat keine Phantomspeisung.)
- Soundkarte mit möglichst guten Analog/Digital-Wandlern
- Aufnahmegerät wie Roland Edirol R-1 oder R-4
- diverse Kabel
- evtl. Digitalbox, wer über USB in den Rechner will/muss.
- PC, Notebook o.ä
Sehr ausführliche Anleitung zur Mikrofonierung drinnen und draußen.
Apple und Line-In
Apple Computer bieten einen sog. Line-in Eingang an; naturgemäß lassen sich dort Mikrofone nicht direkt anschließen, da diese einen zu niedrigen Pegel liefern und somit eine Vorverstärkung verlangen. Der Line-in ist eher dafür gedacht, externe Quellen wie CD-Spieler, Tuner o.ä. anzuschließen. Es bieten sich daher folgende Verfahrensweisen an:
- Man benutzt bei den Apple-Laptops (markenspezifisch MacBook oder MacBook Pro genannt) das interne Mikrofon, welches verhältnismäßig hohe Qualität aufweist.
- Die Apple-Webcam (Produktname iSight) besitzt ebenfalls ein sehr gutes eingebautes Mikro. Vorteil gegenüber dem internen Mikrofon ist, dass kein Körperschall (von Festplatte oder Lüfter) mit aufgenommen wird, sofern die Kamera separat aufgestellt wird.
- Auch das im Gehäuserahmen der aktuellen iMac-Reihe befindliche Mikrofon ist qualitativ recht hochwertig und lässt sich hervorragend zur Aufnahme nutzen.
- Man besitzt ein Mischpult oder einen Vorverstärker, mit dem man ein herkömmliches Mikrofon vorverstärken kann.
- Man verwendet ein spezielles USB-Mikrofon oder USB-Headset.
Welche Software brauche ich?
Für die "Live-Produktion" braucht man an sich nicht viel mehr als ein kleines Aufnahmeprogrämmchen. Wer jedoch noch lieber schneiden oder die Bestandteile seiner Sendungen in Ruhe nacheinander aufnehmen und dann arrangieren möchte, braucht ein mehrspuriges Schnittprogramm. Eine Auswahl an möglichen Tools:
Audacity
Audacity ist kostenlos, kann aber nur ID3-Tags im V1-Format schreiben (das bedeutet, dass beim Auslesen der ID3-Tags nur Title, Author und Album als Description verwendet werden. Mit einem ID3-Tag-Editor oder mit iTunes kann das Problem aber gelöst werden.) und benötigt den kostenlosen Encoder lame dazu, von dem allerdings nur die DLL benötigt wird.
Allerdings bietet das Programm einen großen Funktionsumfang, Dateiunterstützung und Betriebsystemunterstützung (Windows, Mac OS (X), Linux), den man normalerweise bei kostenloser Software vermisst. Dazu gehört unter anderem:
- MultiSpur-Edititierung
- NoiseReduction (Rauschentfernung)
- Viele Effekte zur Verfremdung von Tonmaterial, einige Beispiele:
- Echo
- (Cross) Fade-In und (Cross) Fade-Out
- Unterstützung für .au, .mp3, .a4b, .aiff und sonstige gängige Audioformate
- Projekt-Dateien speichern, diese sind hinterher noch Schritt für Schritt zurückzuverfolgen.
Wobei Audacity nicht mit dem professionellen Product Apple Logic (Mac) oder Adobe Audition (Windows) mithalten kann. Audacity reicht aber völlig aus, um einen Podcast ohne unnötigen Schnickschnack zu erstellen.
GarageBand 4
GarageBand 4 ist Bestandteil des für 79 Euro erhältlichen iLife '08-Paketes und ist nur für Mac OS X erhältlich, iLife liegt aber auch kostenlos allen neuen Macs bei. Seit der Version 3 des Programms, das ursprünglich zum Musikproduzieren gedacht war, kann man komfortabel Podcasts aufnehmen und produzieren, denn es enthält nun einige speziell für das Podcasting entwickelte Funktionen. Es gibt einfach zu bedienende Regler zum Anpassen der eigenen Mikrophonstimme und einen "Ducking"-Modus, bei dem die Hintergrundmusik automatisch leiser wird, sobald man etwas spricht. Darüber werden Soundeffekte und Loops mitgeliefert. Die Bedienung gestaltet sich recht einfach und ist auch für Anfänger gut geeignet. Ferner genügen zur Aufnahme die bereits in die Gehäuse des MacBook, MacBook Pro und iMac integrierten Mikrofone vollkommen.
CastBlaster
CastBlaster ist für Windows erhältlich, wurde von Adam Curry konzipiert und ermöglicht komfortable Live-Aufnahme, befindet sich aber derzeit noch im Betastadium (Stand: 12/2007).
Übercaster
Übercaster ist ein Aufnahmeprogramm speziell für Podcasts unter Mac OS X. Es werden sowohl Live-Aufnahmen (auch mit mehreren Mikrophonen und/oder Skype/iChat Aufzeichnung) als auch eine komfortable Nachbearbeitung im integrierten Mehrspur-Editor unterstützt. Musik, Einspieler, Interviews können in allen gängigen Formaten importiert werden (MP3, AAC, WAV, AIFF u.a.). Über einen integrierten MediaBrowser hat man direkten Zugriff auf die gesamte iTunes-Bibliothek (und andere Medienquellen).
Mehr als 15 Echtzeit-Filter und -Effekte sind eingebaut (u.a. Graphics Equalizer, Delay, Reverb u.v.m). Weitere Effekte (AudioUnit) können problemlos nachinstalliert werden.
Übercaster unterstützt sowohl in MP3 als auch "Enhanced AAC" (incl. integrierter Kapitel, Photos und Links). Mehrere Versionen eines Podcasts (beispielsweise MP3, AAC und AIFF) können in einem Arbeitsschritt exportiert und auf Wunsch auch gleich auf einen Server hochgeladen werden (per FTP, .mac, XMLRPC u.a.).
Propaganda
Das Programm des Herstellers Mixmeister ist speziell für Podcasting entwickelt worden. Es basiert aber auf älteren Musikmix-Versionen.
Es bietet in einem dreigeteilten Fenster eine Titelbibliothek, aus der Audiofiles in eine Playlist geschoben werden. In einem dritten Fenster werden die Spuren angezeigt. Außerdem lässt sich natürlich per Mikro aufnehmen. Automatisch wird Crossfade angeboten, wenn auch nicht immer sinnvoll.
Die Effekte sind eher spärlich, aber wer es simpel haben will und nicht live produziert, sollte sich überlegen, die 50 Dollar anzulegen.
Podproducer
Kostenloses Programm zum Erstellen von Podcasts. Jingles, Effekte und Live Recording. Podproducer für Windows. Beta und Buggy.
Winamp
Mit Winamp kann Hintergrundmusik eingespielt werden, die mit einem kleinen Plugin auch lückenlos überblendet werden kann.
Weiterführende Links
Audio- und Video-Formate
Beim Erstellen seiner Podcasts ist es wichtig, das richtige Endformat zu wählen. Audio ist hier noch relativ einfach zu handhaben, doch spätestens beim ersten Videopodcast steht man vor der großen Frage: Wie kriege ich meine Daten so klein, dass die DSL-Leitungen meiner Zuschauer und die Trafficstatistik meines Webspaces menschliche Ausmaße behalten? Hierzu gibt es demnächst an dieser Stelle einige Tipps.
Audio-Codecs: Vor- und Nachteile
Auf Nummer Sicher geht man in jedem Falle, wenn man den bewährten MP3-Codec verwendet. (Ob das nun der original Fraunhofer ist oder die Open-Source-Variante LAME, spielt kaum eine hörbare Rolle.)
MP3 bietet allerdings keine so hervorragende Klangqualität wie beispielsweise der AAC-Codec (der übrigens auch in allen .mp4-, .m4a- und .m4b-Dateien werkelt). Gerade bei niedrigeren Datenraten kann man mit AAC noch einiges an Qualität reißen. Und ein Enhanced Podcast muss sogar zwangsläufig in AAC codiert sein. Obwohl AAC keine Apple-Entwicklung ist, sondern ein offenes Format und Teil von MPEG-4, macht man mit der Verwendung vor allem Apple-Fans glücklich: iTunes und iPod sind nämlich auf das Arbeiten mit AAC-Dateien perfekt abgestimmt.
Der größte Vorteil von MP3 ist aber, dass es auf allen mobilen Playern, PCs unter allen Betriebssystemen, MP3-CD-Player, MP3-Sticks, Mobile Phones, DVD-Playern, Heimkino-Anlagen etc. pp. läuft, alle anderen aber nur eingeschränkt verbreitet sind: AAC, MP4, M4* läuft praktisch nur in der Apple-Welt (Mac, iPod), OGG, FLAC etc. nur auf Rechnern unter verschiedenen Betriebssystemen, aber selten auf mobilen Geräten, WMA nur in der Microsoft-Welt und manchen Nicht-Apple-MP3-Playern etc. Aber auch innerhalb des MP3-Formats gibt es verschiedene Varianten; sicher auf allen Geräten läuft nur MP3 mit MPEG 1.0 layer 3, andere Varianten (MPEG 2 etc.) können schon zu Problemen auf manchen Geräten auch namhafter Hersteller führen. Auch Software-Player, wie sie in manchen Websites, Podcast-Directories etc. eingebettet sind, können häufig nur MP3 abspielen.
Audio-Datenraten: Empfehlungen und Richtwerte
Generell gilt: Wenn Ihr Euch für AAC als Codec entscheidet, dann könnt Ihr ohne Qualitätsverlust locker 25 Prozent weniger Bitrate verwenden. Im Folgenden einige Richtwerte für das MP3-Format im Format Bitrate / Frequenzrate / Kanäle:
- Für Musik in annähernder CD-Qualität gilt: 128kbps / 44,1 kHz / stereo
- Wenn die Sprache im Vordergrund steht, ist Stereo nicht nötig, hier reicht dann im Normalfalle mono
- Achtung, Denkfehler: Wenn Ihr in mono codiert, nicht einfach die Bitrate halbieren! Die Codecs sind sehr schlau programmiert, und ein stereo-Signal verbraucht nicht etwa die doppelte Bitrate, sondern nur noch ca. 25 Prozent mehr als das mono-Signal.
- Für mono in CD-Qualität empfiehlt sich also 96 kbps / 44,1 kHz / mono
- Wenn Ihr Musik und Sprache mischen wollt, aber die Musik ruhig etwas dumpfer klingen kann: 64kbps / 22.05 kHz / mono
- Wenn Ihr auf den Traffic achten wollt/müsst und die Musik ruhig etwas klirren und rasseln kann: 32kbps / 22.05 / mono
- Wer sicherstellen will, dass die einzelnen Episoden auch in einem Flash-Abspieler über das Internet unverzerrt anzuhören sind, sollte darauf achten, dass die Frequenz zur Verfügung gestellten Episoden ein Vielfaches von 11.025 kHz sind. Siehe: http://www.podster.de/help/faq/5
Wenn Ihr Euch für eine Einstellung entscheidet, überlegt immer, ob Eure Show nicht doch auch mit einer niedrigeren Bitrate funktioniert. Euer Traffic-Konto und die Volumentarif-Nutzer unter den Hörern werden es Euch danken! Lieber einmal mehr testen.
Video-Codecs: Vor- und Nachteile
Bei den Videocodecs tobt der Formatkrieg noch spürbarer als im Audiobereich. Verschiedene Codecs kämpfen um die Gunst der Podcaster
MPEG-4
Die MPEG-Formate sind offene Standards, die vom MPEG-Konsortium festgelegt werden.
MPEG-4 stellt die Weiterentwicklung von MPEG-1 und MPEG-2 dar. Während MPEG-1 qualitativ nicht zu überzeugen wusste ist MPEG-2 zwar gut aber bandbreitenintensiv. MPEG-4 bringt gute Qualität bei erträglichen Bandbreiten und findet daher zunehmend Verbreitung. MPEG-4 Video wird vom iPod in einer Bitrate bis zu 2,5 MBit/s unterstützt.
MPEG-4 AVC, der Advanced Video Codec (auch als H.264 oder MPEG-4 Part 10 bezeichnet), stellt eine deutliche qualitative Verbesserung gegenüber dem normalen MPEG-4 Codec dar (stellt aber auch deutlich höhrere Anforderungen an Encoder und Decoder). Auch die benötigten Bitraten konnten hier nochmal deutlich gesenkt werden. AVC vereinigt eine Reihe moderner Algorithmen, die wiederum in verschiedenen "Profilen" gruppiert sind. Der iPod unterstützt das "Baseline Profile" von H.264/AVC in einer Bitrate bis zu 768 kbit/s. Das Baseline Profile verwendet gegenüber dem "Main Profile" ausschliesslich patentfreie Algorithmen.
MPEG-4 ist die ideale Wahl, wenn man große Auflösungen ausliefern möchte. MPEG-4 AVC liefert deutlich bessere Ergebnisse, stellt aber hohe Anforderungen an die Abspielgeräte.
WMV
Das WMV (Windows Media Video) Format von Microsoft ist ein proprietärer Video-Codec, der mit Windows ausgeliefert wird und dort auch gute Ergebnisse liefert. Auf anderen Plattformen lassen die Implementierungen von WMV sehr zu wünschen übrig. Zwar können Programme wie VLC und MPlayer viele WMV-Varianten abspielen, doch gibt es auch immer wieder Probleme mit den neuesten Versionen von WMV. Da WMV kein Industriestandard ist, ist es für Video-Podcasting nicht so gut geeignet. "Auf dem Mac ist WMV eine Katastrophe und von jeder Verwendung ist abzuraten." Dieser Meinung muss man nicht unbedingt sein. Immerhin ist es grundsätzliche möglich, wmv.Dateien anzusehen, wenn einem mal eine lustige zugesandt wird. Der iPod kann kein WMV abspielen.
OGG Theora
Theora ist ein offener und freier Video-Codec, der von der Open Source Szene entwickelt wird. Er befindet sich noch in der Entwicklung und hat derzeit so gut wie keine Verbreitung, könnte aber in der Zukunft vielleicht noch eine Rolle spielen. Derzeit gibt es keine Abspielgeräte, die von Haus aus Theora-Videos abspielen können..
Video-Datenraten: Empfehlungen und Richtwerte
Da sich ein großer Teil von Video-Podcasting innerhalb des iTunes/iPod-Universums abspielt, ist der MPEG-4-Standard durchweg der empfehlenswerteste. Dies ist übrigens kein Apple-Format, auch wenn das manchmal so wirkt. Der Mac-Hersteller leistet sich nur im Gegensatz zu Microsoft oder Real kein eigenes, proprietäres Format, sondern greift auf offene Standards zurück. Der einfachste Weg zum erfolgreichen MPEG-4 ist wohl die Anschaffung von Quicktime Pro (bzw. die Verwendung von iMovie oder Final Cut). Quicktime Pro gibt's bei Apple und kostet um die 30 Euro.
MPEG-4 Wirrwarr
Es gibt eine große Anzahl von MPEG-4-Codecs, die eine extrem unterschiedliche Qualität aufweisen: DivX (Kommerziell), XVid (OpenSource), 3ivX (kostenlos), Apple MPEG-4 (grottenschlecht) ... Dieses Chaos wird mit H.264 beseitigt, denn dieser Codec übertrifft die Qualität der "herkömmlichen" MPEG-4-Codecs bei weitem. Er ist daher sehr zu empfehlen, auch wenn das Erstellen und Abspielen viel Rechenleistung erfordert.
Vorsicht!
Apple macht es uns Produzenten scheinbar recht leicht, denn Quicktime bietet eine "iPod"-Einstellung an, die jedes beliebige Video vollautomatisch iPod-fit macht. Leider ist die Datenrate für Bild und Ton viel zu hoch gewählt, so dass zwar kristallklare Bilder und echter HiFi-Sound kodiert werden, jedoch auch unnötig große Dateien entstehen. Deshalb lieber von Hand an die Sache rangehen und das Video als "MPEG-4" exportieren und dann den H.264-Codec auswählen.
Bildabmessung
Das Display des iPods gibt hier den Richtwert vor: 320x240 Pixel wird sich wohl als de-facto-Standard etablieren. Natürlich kann man auch drüber oder drunter gehen, doch eigentlich ist dies eine angenehme Größe, die auch am großen Computerschirm gut funktioniert. Wer Traffic-Probleme fürchtet, muss natürlich kleiner werden, logisch.
Bitrate
Für H.264 bei 320x240 empfiehlt sich eine Bitrate von 80–200 KBit/s, je nach gewünschter Bildqualität. Der Wert bezieht sich explizit auf die reine Videospur. Für den Audiokanal wird bei allen MPEG-4-Formaten standardmäßig AAC verwendet – die Richtwerte für die Audiospur kann man demnach oben nachlesen. Wichtig zu wissen: Wer viel statisches Bildmaterial verwendet (Stativaufnahmen, Standbilder), kann eine kleinere Bitrate wählen als jemand, der wilde Kameraschwenks, Bildtricks oder aufwändige Animationen zeigt.
Generell
Ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Vielleicht sind Eure Videopodcasts so produziert, dass sie nur eine ganz geringe Bandbreite brauchen, dann wäre alles andere Verschwendung. Also Testreihen starten und dabei viel Geduld haben: Das Kodieren eines 10-minütigen Videocasts kann locker 1-2 Stunden dauern. Daher die Testreihen am besten mit Zehnsekündern starten! HF & GL
Software für Audio/Video-Kodierung
- Auto Gordian Knot - Freeware zum Umwandeln von (fast) beliebigen Videodateien in MPEG-4-Files (mit Xvid oder DivX codiert). Für Windows.
- iSquint – Freeware zum Umwandeln von (fast) beliebigen Videodateien in das iPod-Format. Nur für Mac OS X.
- Videora iPod Converter – Freeware zum Umwandeln von (fast) beliebigen Videodateien in das iPod-Format. Für Windows.
- FFmpeg - Mächtiges Kommandozeilen-Tool (X-Plattform)
Buchtipps
- M.W.Geoghegan/D. Klass: Podcast Solutions - The complete Guide to Podcasting, ISBN: 1-59059-554-8
- A. Rubens: "Podcasting - Das Buch zum Audiobloggen", ISBN: 3-89721-459-8
Links
- Englischsprachiges Wiki mit Tipps für Videopodcaster: Make Internet TV
- Nach der Produktion des ersten Podcasts, den Sender unter http://www.podcast.de/podcasts/anmelden anmelden.
- und natürlich auch hier: http://www.podcastzentrale.de
- Perfekte Hörversion texten - Leitfaden